Skiurlaub in der Telemark

Im Mutterland des modernen Wintersports: Skiurlaub in der Telemark

Die Region Telemark liegt im gebirgigen, schneesicheren Südwesten Norwegens. Sondre Norheim, ein Pionier des Alpinstils und der Erfinder des sogenannten Telemarkens war im 19. Jahrhundert hier zu Hause und fand, wie die Touristen dieser Tage, ideale Bedingungen vor, seinem Hobby zu frönen. Verbringen Wintersportler ihre Ferien in der Telemark, dürfen sie aus vier größeren und zahlreichen kleineren Skigebieten wählen!

Wedeln mit Blick auf den Gaustatoppen

Oberhalb der kleinen Gemeinde Rjukan begrüßt das Skigebiet Gaustablikk Skifahrer sowie Snowboarder jeden Alters und jedweden Könnens. Auf dem 34 Kilometer langen Pistennetz begegnet dem Sportler garantiert seine persönliche Lieblingsabfahrt. Dies nicht zuletzt deswegen, weil am Gaustablikk Pisten sämtlicher Kategorien zur Verfügung stehen. Die blauen, eher moderaten Strecken messen insgesamt 22 Kilometer Länge und sind vor allem für Genießer, Familien und Anfänger geeignet. Bereits erfahrenen Wintersportlern seien die acht Kilometer langen, roten Abfahrten ans Herz gelegt. Echte Könner und mutige Geschwindigkeitsliebhaber wagen sich an die vier schwarzen Kilometer heran. Zu jenen zählt auch die 1,4 Kilometer lange, besonders steile „Svart’n“. Weil sich das Skiresort zwischen 550 und 1250 Höhenmetern erstreckt und 80 Prozent des Areals beschneibar sind, geht die Saison von Ende Oktober bis Mitte April. Eine Halfpipe gibt es zwar nicht, doch der Funpark im Gaustablikk genießt einen exzellenten Ruf.

Zu Füßen der Hardangervidda: das Rauland Skisenter/Holtardalen

Rauland gehört zur Gemeinde Vinje und jene markiert wiederum das höchstgelegene Dorf der Telemark. Gleich neben der Bergstation auf 1140 Metern beginnt der Nationalpark Hardangervidda und so kann es vorkommen, dass Skifahrer aus der Ferne Polarfüchse, Elche oder Rentiere beobachten dürfen. Das Skigebiet zählt 32 Pistenkilometer und ist vor allem für sein ausgeglichenes Verhältnis zwischen leichten und schweren Abfahrten bekannt. Circa 17 Kilometer sind rot, sprich mittelschwer, 6 Kilometer schwarz und 9 Kilometer blau markiert. Für die Jüngsten stehen zwei niedliche Parcours mit Teppichliften bereit. Die Betreiber geben sich bei der Gestaltung des Kinderareals besonders viel Mühe – kurze Schneetunnel werden angelegt und das Rauland-Maskottchen beklatscht jede gelungene Abfahrt. Zusätzlich zu den Alpinfahrern fühlen sich auch Crosscountry-Fans und Snowboarder in Rauland wohl. Die Vielfalt der gesicherten und doch abseits der präparierten Pisten gelegenen Strecken ist immens – 150 Kilometer puderweicher Tiefschnee warten auf Offroadfahrer.

Skigebiet Vradal: klein aber fein

Die Fluten des Vravatn schmiegen sich in des enge Tal von Vradal und fließen kurz hinter der Gemeinde mit dem Nisser ab. Nur wenige Schritte von den malerischen Gewässern entfernt, nehmen Skifahrer im 6er-Sessellift des Skizentrums Platz und gleiten von 262 hinauf auf 735 Höhenmeter. Aufgrund dieser eher niedrigen Lage und weil den Urlaubern bis ins Frühjahr hinein der Skifahrspaß garantiert werden möchte, verfügt das Gelände über Schneekanonen. Sechs Lifte bedienen die insgesamt 15 Pistenkilometer. Jene sind auf die Bedürfnisse von Familien ausgelegt und tragen deshalb hauptsächlich blaue Markierungen. Nur fünf Kilometer der Abfahrten sind als schwer oder mittelschwer eingestuft, so dass in Vradal Anfänger, kleine Abenteurer und große Genießer auf ihre Kosten kommen werden. Bevor sich daran gemacht wird, abends die Talabfahrt hinunter zu carven, vergnügen sich Action-Begeisterte im Funpark. Neben einer Halfpipe bietet Vradal auch einen großflächigen Snowpark für Freestyler. Wer möchte, nimmt an einem Crash-Kurs teil und lässt sich auf der Slopestyle-Piste einige Basissprünge zeigen.

Immer noch ein Geheimtipp: Gautefall

Ob es der geografisch eher abgeschiedenen Lage im wunderhübschen Drangedal geschuldet ist, dass das Skiresort Gautefall keinen hohen Bekanntheitsgrad genießt, bleibt bloße Spekulation. An den hervorragend präparierten Pisten, den malerischen Panoramen und abwechslungsreichen, familienfreundlichen Abfahrten liegt es in keinem Fall! Die Klassifizierung der Pisten fällt wie folgt aus. Exakt 6,6 Kilometer des im Gesamten 13,4 Kilometer langen Pistennetzes sind leicht, also blau markiert. Mittelschwer werden 5,2 Kilometer gehandelt und lediglich 1,6 Kilometer fallen unter die schwarze Kategorie. Weil in Gautefall hauptsächlich Einheimische in der Warteschlange am Lift stehen, ist jene wochentags besonders kurz. Reisende genießen dann die traumhafte Situation, auf völlig unberührten Pisten über tiefverschneite Hänge zu gleiten und die atemberaubende Aussicht auf die Waldberge nahe der Küste zu inhalieren.

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